
Der leere Tisch
Leere ist kein Ende. Leere ist ein Anfang.
Gedanken zum Werk
Dieses Werk dürfte euch irgendwie bekannt vorkommen, falls ihr nicht durch einen Direktlink auf dieser Seite gelandet seid. Ich benutze dieses Werk als Header auf meiner Website (für die Nicht-Techniker: das ist der obere Teil der Webseite, wo auch Name und Menü der Seite zu sehen sind). Dort habe ich es digital etwas grüner gemacht, weil es dann als Header besser zum Farbschema der Website passt. So weit, so unromantisch.
Wie bin ich aber zu dem Motiv gekommen? Ich habe es tatsächlich auch mit dem Zweck als Header verwendet zu werden, gemalt. Aber Websitetechnik ist kein echter Grund. Denn warum möchte ich überhaupt ein Bild als Header?
Ich male Stillleben. Ich erzähle Geschichten. Ich male Portraits von Menschen, die nicht im Raum sind. Und das möchte ich auch auf meiner Website sichtbar machen, bevor jemand überhaupt einen Text gelesen hat oder auf eines meiner Werke klickt. Ich wollte diesen Kern meiner Kunst sofort zeigen. Und eine Konstante in den erzählenden Stillleben ist der Tisch.


Der leere Tisch
Ich denke, dass die Dinge auf einem Tisch und sogar der Tisch selbst, kommunizieren wer wir sind und was unsere Prioritäten sind. Manchmal bewusst, manchmal unbewusst. Sicher niemals vollständig. Dennoch finde ich das sehr spannend. Und so ist „Der leere Tisch“ die Basis aller meiner Stillleben. Eine offene Frage. Eigentlich sogar ganz viele Fragen. Was gehört auf diesen Tisch? Was fehlt auf dem Tisch? Wem gehört der Tisch? Wann ist die ganze Szene? Was ist vorher passiert? Wie kam es zu dieser Situation? Ist der Moment flüchtig? Oder verstaubt und seit langem unverändert? Wer ist dieser Mensch, der den Tisch so hinterlässt?
Und während die Gemälde für sich hoffentlich einige Geschichten in euren Köpfen in Gang setzen, habe ich selbst auch Geschichten in meinem Kopf. Und zu jedem Gemälde eine, die ich teilen möchte. Eine Geschichte, die für mich untrennbar mit dem Werk verbunden ist. Die Geschichte, die mich motiviert hat die Szene genau so zu malen oder eben die Geschichte, die sich mir aufgedrängt hat, nachdem ich das Gemälde gemalt habe.
Vielleicht gibt euch meine Erzählung einen ganz neuen Blick auf das Werk? Vielleicht denkt ihr auch „Ohja, genau so dachte ich das auch!“ In jedem Fall freue ich mich über jeden, der an meiner Kunst inne hält. Ich freue mich über jede, die ich so erreiche.


Erzählung zum Werk
Leere. Leere ist kein Ende. Leere ist ein Anfang. So wollte er es sehen. Denn Leere konnte mit allem gefüllt werden. Und die Aussicht auf dieses Alles war eine gute Aussicht.
Er hätte Angst haben können, aber das hatte er nicht. Er hatte sein Leben lang Angst gehabt. Manchmal auch zu Recht. Manchmal hatte ihn die Angst gerettet. An die richtigen Prioritäten erinnert. Am Ende hatte ihn alles verlassen. Auch die Angst.
Er hatte viel überlebt. Und nun war da Leere. Der Anfang von einem neuen Leben. Der Anfang einer Ewigkeit. Der Anfang von allem. Ohne Angst.
Werksinformationen
Unverkäuflich
Der leere Tisch
Material
Acryl auf Leinwand
Größe
60 x 30 cm
Tiefe
1,6 cm
Jahr
2026
Urheberin von Gemälde und Erzählung ist Sabrina Schmeing.